Viktormarkt - Spielzeugmeile

Alzheimer und andere Demenzerkrankungen

Beim Viktormarkt am 6. Mai war das Netzwerk "Dümener Allianz - Leben mit Demenz" mit einem Informationsstand vertreten. Ein Ballonkünstler zog vor allen die Kinder magisch an und so konnten in aufgelockerter Atmosphäre Gespräche zu dem Thema Demenz geführt werden. Wer Fragen hatte zur Beschäftigung mit Menschen mit Demenz hatte, fand ein großes Angebot an Materialien und Spielen vor und konnte sich fachkundig beraten lassen.

Demenz-Wegweiser Coesfeld

Flyer

Bürgerwerkstatt „Demenz betrifft uns alle – Neue Wege und Chancen“

Foto: B. Dobner

Das Demenz-Servicezentrum Region Münster und das west. Münsterland hat in Kooperation mit der Stadt Dülmen und der Dülmener Allianz "Leben mit DEMENZ" eingeladen zur Bürgerwerkstatt.

 

„Jeder von uns wird sich eines Tages mit diesem Thema auseinander setzen müssen, weil er selbst erkrankt, jemand in der Familie oder im näheren Umfeld“, unterstrich Bürgermeisterin Lisa Stremlau zu Beginn der Bürgerwerkstatt „Demenz betrifft uns alle – Neue Wege und Chancen“. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger waren am Samstag, 25. April, der Einladung der Stadt Dülmen und der „Dülmener Allianz – Leben mit Demenz“ in das St. Barbara-Haus gefolgt. In Ideenschmieden entwickelten sie kurz- und langfristige Ziele, durch die Betroffene und Angehörige in ihrem Alltag gestärkt werden sollen. Als Diskussionsgrundlage dienten die Ergebnisse einer Umfrage zum Thema Demenz sowie Impulse von Dr. Wilhelm Oelenberg, leitender Arzt der Klinik am Schloßgarten, der ein kurzes Interview zum Thema gab. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Sparkassenstiftung für den Kreis Coesfeld.

„Ich wünsche uns heute gute Gespräche, hilfreiche Erkenntnisse und hoffe, dass all diejenigen von Ihnen, die aktuell zu Hause mit dem Thema Demenz zu tun haben, informierter und gestärkt nach Hause gehen“, eröffnete Lisa Stremlau die Bürgerwerkstatt. Dr. Wilhelm Oelenberg, leitender Arzt der Klinik am Schlossgarten, knüpfte daran an und unterstrich: „Allen ist klar, dass mit dem demographischen Wandel ein großes Problem auf uns zurollt. Mit dem steigenden Alter der Menschen steigt auch die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken.“ Seine Überzeugung: Die Gesellschaft muss sich noch stärker darauf einstellen, da die Krankheit bereits heute ein bedeutender Teil des Alltags ist. „Ich erlebe jeden Tag, dass die Kapazitäten zu klein sind, die zur Verfügung stehenden Ressourcen sind überall knapp“, unterstrich er die Problematik. Daher sei es wichtig, neue Wege zu finden, um Betroffene und Angehörige zu unterstützen. „Viele Betroffene glauben zunächst, mit der Erkrankung allein zu sein. Hilfe zu suchen und zu erfahren ist für sie immer eine große Erleichterung.“ Wichtig sei zudem, das Engagement für die Erkrankten mehr wertzuschätzen. „Dülmen ist in diesem Prozess bereits auf einem guten Weg“, so Oelenberg.

Unterstützungsangebote im Kreis Coesfeld

Demenz-Wegweiser für den Kreis Coesfeld

Wohnortnahe Hilfen für Menschen mit Demenz  
Datenbank der Landesinitiative Demenz-Service NRW

Niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote
nach § 45b SGB XI

Demenz-Wegweiser COE 7. Auflage

Leben mit Demenz

Ein Wegweiser für Dülmen

Demenz – was nun?

Immer mehr Menschen leiden unter einer Demenz. Die häufigste Form ist die Alzheimer Demenz. Auf fragen wie:

Wo bekomme ich Informationen?

Wo bekomme ich ärztliche Hilfe?

Wo bekomme ich Hilfe für den Alltag?

bekommen  betroffene Familien mit dem neuen „Demenzwegweiser für Dülmen“ Antworten. Dieser Wegweiser wurde gemeinsam mit einem umfangreichen Informations- und Schulungsangebot von dem Netzwerk „ Dülmener Allianz für Menschen mit Demenz“ entwickelt.

Beide Broschüren sind im Rathaus, in der Familienbildungsstätte Dülmen und in anderen öffentlichen Einrichtungen erhältlich und können zudem hier heruntergeladen werden.
Wegweiser
Faltblatt mit Terminn

Bitte beachten Sie auch unsere  Mobile Info Demenz     - ein mobiler Informationsservice für Vereine, Verbände, Schulen oder sonstige Gruppen.

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) Dülmen ist einer von bundesweit 26 Standorten des Pilotprogrammes "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz". Eine Jury unter Beteiligung des Bundesfamilienministeriums, der Deutschen Alzheimergesellschaft sowie weiterer Behörden und Verbände hatte die Auswahl getroffen und sich von den Ideen und Vorschlägen der Dülmener Bewerbung überzeugen lassen.

Im Dülmener Mehrgenerationenhaus (MGH)  stehen an seinen beiden Standorten - der Neuen Spinnerei, im Gebäudekomplex Bendix und der  Familienbildungsstätte Dülmen (FBS) - für Menschen aller Generationen und Nationen die Türen geöffnet.

 

In der Familienbildungsstätte Dülmen (FBS) wird der Handlungsschwerpunkt Alter und Pflege erfolgreich umgesetzt. Aufgrund der umfangreichen und breit gefächerten Erfahrung  hatte die FBS im Aktionsprogramm I bereits zweimal die Funktion des bundesweiten Leuchtturmhauses „Demenz“ inne. Die fachliche Beratung und Fortbildung für andere Mehrgenerationenhäuser gehörten zum Auftrag.

 

Diese gute Basis hat dazu geführt, ein innovatives und nachhaltiges Konzept für eine „Dülmener Allianz für Menschen mit Demenz“ zu entwickeln.

Das Projektidee der  Dülmener Allianz verfolgt das Ziel, die Öffentlichkeit für das Thema Demenz  zu sensibilisieren und an der Entwicklung Dülmens als generationengerechte Stadt mitzuwirken. Die Lebensqualität Demenzkranker Menschen  und ihrer Angehörigen soll erhalten und verbessert werden. Dabei gewinnt der unmittelbare Lebensraum der Betroffene, das Stadtquartier und die Nachbarschaft eine besondere Bedeutung.

Durch die Vernetzung unterschiedlichster Akteure sollen in Dülmen Strukturen geschaffen werden, die auch den Zusammenhalt im Sozialraum  nachhaltig stärken. Erste Maßnahmen sollen im Innenstadtbereich durchgeführt werden. Das Projekt richtet sich ganz bewusst nicht nur an Demenz erkrankte Menschen und ihre Angehörigen, sondern an die breite Öffentlichkeit, z.B. an Haupt- und Ehrenamtliche, Institutionen, Verbände, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Personen aus nichtmedizinischen Berufen, Einzelhändler usw.. .

Das Pilotprogramm läuft über zwei Jahre und wird mit Mitteln aus dem Bundesaltenplan gefördert.